Das Wichtigste in 60 Sekunden

  • Wirtschaftlichkeit: Eine gut geplante PV + Wärmepumpen-Kombi kann die jährlichen Energiekosten eines typischen Einfamilienhauses um 1.500–3.000 € senken – je nach Ausgangslage bedeutet das eine Halbierung gegenüber Gas + Netzstrom.
  • Förderung 2026: Bis zu 70 % BEG-Zuschuss auf die Wärmepumpe (KfW 458) plus 0 % Umsatzsteuer auf die PV-Anlage. Effektiver Eigenanteil oft 22.000–32.000 €.
  • Amortisation: Realistisch 9–12 Jahre, bei hohem Eigenverbrauch und steigenden Energiepreisen teils schneller.
  • Neu ab 2026: Strengere Schallgrenzwerte für Wärmepumpen, Solarpflicht NRW für Bestandsgebäude und §14a EnWG für netzdienliche Steuerung.

Achtung: Nicht jedes Haus eignet sich sofort. Unser Selbst-Check weiter unten zeigt in 2 Minuten, ob die Kombi für dich sinnvoll ist.

Die Strompreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen und liegen für Haushalte im Schnitt bei rund 37–40 Cent pro kWh im Jahr 2025/26. Gleichzeitig gilt im Gebäudesektor seit 2025 ein CO₂‑Preis von 55 Euro pro Tonne, der 2026 in einem Korridor von 55–65 Euro pro Tonne weiter ansteigen kann. Dadurch verteuern sich fossile Energieträger wie Heizöl und Erdgas spürbar: Für 2025 ergeben sich CO₂‑bedingte Aufschläge von rund 17,5 Cent pro Liter Heizöl und etwa 1,19 Cent pro kWh Erdgas, 2026 können es bis zu rund 20,7 Cent pro Liter Heizöl und etwa 1,4 Cent pro kWh Erdgas sein.

Beim Blick auf das Stromnetz gibt es dagegen Entlastung: Durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro sinken die Netzentgelte 2026 im Bundesdurchschnitt um etwa 17–18 Prozent, was je nach Verbrauch grob 60–100 Euro Entlastung pro Jahr bedeuten kann. Gleichzeitig passiert etwas Bemerkenswertes auf dem Energiemarkt: Photovoltaik deckte 2025 erstmals rund 16–17 Prozent der gesamten Stromerzeugung in Deutschland – ein neuer Rekord.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus, 4 Personen, 140 m²

Damit die Zahlen greifbar werden, hier ein konkretes Beispiel für ein typisches Einfamilienhaus in Nordrhein-Westfalen:

Ausgangslage (alt)

  • Gasheizung, Baujahr 2008, Verbrauch ca. 20.000 kWh Gas pro Jahr
  • Stromverbrauch: 4.200 kWh/Jahr
  • Energiekosten gesamt: ca. 4.200 €/Jahr (Gas + Strom + CO₂-Aufschlag)

    Ersparnis: rund 2.250 €/Jahr – das entspricht einer Halbierung der bisherigen Energiekosten.

    Annahmen: Strompreis 38 ct/kWh, Gaspreis 12 ct/kWh inkl. CO, JAZ 3,8. Dein Ergebnis hängt von Haus, Dach und Nutzungsprofil ab.

    Nach Umstieg auf PV + Wärmepumpe

    • 10 kWp PV-Anlage + 8 kWh Speicher + Luft-Wasser-Wärmepumpe
    • Wärmepumpen-Stromverbrauch ca. 5.500 kWh/Jahr, Eigenverbrauchsquote 55 %
    • Energiekosten gesamt: ca. 1.950 €/Jahr (Rest-Netzstrom)

      Photovoltaik 2026: So günstig wie nie – und politisch heiß umkämpft

      Laut dem Photovoltaik‑Großhändler EWS und verschiedenen Vergleichsportalen sind die Einstiegsbedingungen 2025/26 so gut wie seit Jahren nicht: Komponenten sind wieder gut verfügbar, die Preise stabilisieren sich auf relativ niedrigem Niveau und die Handwerkskapazitäten entspannen sich. Moderne Speichersysteme erreichen laut HTW‑Berlin‑Studie „Stromspeicher‑Inspektion 2026“ einen System Performance Index (SPI) von über 95 Prozent, Testsieger liegen sogar bei rund 97 Prozent.

      Was kostet eine typische PV‑Anlage?

      Richtwerte für ein Einfamilienhaus mit rund 4.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr (ohne Wärmepumpe und E‑Auto) sehen 2026 so aus:

      • 10‑kWp‑Anlage schlüsselfertig inkl. Montage: ca. 12.000–16.000 Euro (typisch 1.200–1.600 Euro/kWp, je nach Dach, Komponenten und Anbieter).
      • Mit 8‑kWh‑Stromspeicher: zusätzlich rund 5.000–8.000 Euro, abhängig von Marke, Systemintegration und Installation.
      • Umsatzsteuer: Seit 1. Januar 2023 gilt für Lieferung und Installation vieler PV‑Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden ein Nullsteuersatz gemäß §12 Abs. 3 UStG, sodass private Betreiber faktisch 0 Prozent Umsatzsteuer zahlen.
      • Amortisation: Bei Haushaltsstrompreisen von etwa 37–40 Cent/kWh und Stromgestehungskosten einer Dachanlage von rund 6–13 Cent/kWh amortisieren sich viele Anlagen in 8–12 Jahren, je nach Eigenverbrauchsquote und Investitionskosten.

      Ein Punkt, der viele verunsichert: Diskutierte Änderungen am EEG sehen teilweise eine stärkere Fokussierung auf Eigenverbrauch vor, und vereinzelt wurden Szenarien mit reduzierter Einspeisevergütung diskutiert. Branchenverbände wie der BSW Solar haben sich in Stellungnahmen klar gegen eine drastische Kürzung ausgesprochen, weil dies Investitionssicherheit und Ausbauziele gefährden würde.

      Nur an Photovoltaik interessiert? → Alles zu Anlagengrößen, Preisen und Eigenverbrauch auf unserer Photovoltaik-Seite

      Wärmepumpe 2026: Vom Sorgenkind zum Bestseller

       Laut Branchenstudien wurden 2023 rund 356.000 Heizungs‑Wärmepumpen verkauft, 2024 fiel der Absatz auf etwa 193.000 Geräte zurück. Laut dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) stieg der Absatz 2025 wieder auf rund 299.000 Anlagen, was einem Plus von etwa 55 Prozent gegenüber 2024 entspricht, und der Verband erwartet 2026 etwa 410.000 Geräte im Basisszenario.

      Was kostet eine Wärmepumpe wirklich?

      Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten einer Luft‑Wasser‑Wärmepumpe inklusive Gerät, Installation und Nebenarbeiten häufig im Bereich von etwa 20.000–40.000 Euro brutto – bei einfachen Fällen eher im unteren, bei komplexen Sanierungen mit größeren Heizlasten im oberen Bereich dieser Spanne.

      Mit der neuen KfW‑Heizungsförderung (z.B. Programm 458) sind Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, wenn Grundförderung, Klimabonus und Effizienzbonus zusammenkommen. Der effektive Eigenanteil liegt dann in vielen Fällen im Bereich von etwa 10.000–16.000 Euro, abhängig von Einkommen, Gebäudezustand und gewähltem System.

      Die jährlichen Stromkosten einer Wärmepumpe bewegen sich je nach Jahresarbeitszahl (JAZ), Dämmstandard, Heizflächen und Stromtarif in der Praxis meist zwischen ca. 800 und 1.600 Euro pro Jahr. Damit kann eine Wärmepumpe – inklusive CO₂‑Preis und Wartung – deutlich günstiger sein als eine vergleichbare Gasheizung mit Brennstoffkosten, Kaminfeger und steigenden CO₂‑Abgaben.

      Nur an der Wärmepumpe interessiert? → Alles zu Kosten, Förderung und Planung auf unserer Wärmepumpen-Seite

      Grünes Abzeichen mit Häkchen-Symbol

      HINWEIS › Neu ab 2026: Schallgrenzwerte

      Die BEG‑Förderung setzt ab 2026 strengere Schallgrenzwerte für Luft‑Wasser‑Wärmepumpen voraus; einige besonders laute und einfache Modelle sind dadurch nicht mehr förderfähig.
      Lass dein Wunschmodell vorab durch Fachbetrieb oder Hersteller auf Förderfähigkeit und Schallwerte prüfen – sonst riskierst du mehrere tausend Euro weniger Zuschuss.

      Direkter Vergleich: PV vs. Wärmepumpe vs. Kombination

      Beide Systeme sind einzeln sinnvoll, in Kombination werden sie aus technischer und wirtschaftlicher Sicht jedoch besonders stark.  Die folgenden Richtwerte gelten für ein Einfamilienhaus mit ca. 120 m² Wohnfläche und 4 Personen bei heutigen Energiepreisen und typischen Annahmen:

      Kriterium Photovoltaik (10 kWp) Wärmepumpe (Luft‑Wasser) PV + WP Kombi
      Investition (brutto) 12.000–16.000 € 20.000–40.000 € 32.000–56.000 € (Summen der Einzelwerte)
      Förderung 2026 0% USt bis 30 kWp KfW/BEG bis 70% Zuschuss BEG + USt‑Befreiung PV
      Effektive Kosten 12.000–16.000 € 10.000–16.000 € (nach Förderung) 22.000–32.000 € (Richtwert)
      Ersparnis/Jahr ca. 600–1.100 € ca. 800–1.500 € vs. Gas ca. 1.500–3.000 €
      Amortisation 8–12 Jahre 10–14 Jahre 9–12 Jahre (Beispielbereich)
      CO₂‑Einsparung mehrere t/Jahr, je nach Strommix ca. 2–4 t/Jahr ggü. Gasheizung etwa 4–8 t/Jahr ggü. Gas + Netzstrom
      Eigenverbrauchspotenzial mittel gering (voll stromabhängig) hoch (viel Eigenstrom)

      Alle Zahlen sind Richtwerte und hängen stark von deinem Haus, deinem Verbrauchsprofil, deinem Netzbetreiber und der Entwicklung der Energiepreise ab. In der Praxis erreichen viele Haushalte mit einer gut geplanten Kombination Amortisationszeiten unter 10 Jahren – vor allem, wenn zusätzlich ein E‑Auto in das Energiesystem eingebunden wird.

      Warum PV + Wärmepumpe zusammen mehr bringen als einzeln

      Die Idee ist einfach: Deine PV‑Anlage produziert tagsüber günstigen Sonnenstrom, und deine Wärmepumpe benötigt genau diesen Strom, um dein Haus zu heizen und Warmwasser zu erzeugen. Je höher dein Eigenverbrauchsanteil am selbst erzeugten Solarstrom ist, desto unabhängiger bist du von steigenden Strompreisen, Netzentgelten und CO₂‑Kosten auf fossile Energieträger.

      Was §14a EnWG, SG Ready und Wärmepumpenstromtarif für dich bedeuten

      Bei einer modernen PV-Wärmepumpen-Kombi geht es nicht nur um zwei einzelne Geräte, sondern um ein abgestimmtes Energiesystem. Genau hier kommen drei Begriffe ins Spiel, die 2026 wichtiger werden: §14a EnWG, Sektorenkopplung und Wärmepumpenstromtarif.

      14a EnWG betrifft neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Wallboxen oder Batteriespeicher mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung. Der Netzbetreiber darf den Strombezug solcher Geräte in echten Engpasssituationen zeitweise begrenzen. Das bedeutet aber nicht, dass dein Haushalt abgeschaltet wird: Normaler Haushaltsstrom bleibt unberührt, und eine Mindestleistung für den Betrieb der Wärmepumpe muss verfügbar bleiben. Im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte.

      Sektorenkopplung bedeutet in diesem Kontext: Dein eigener Solarstrom wird nicht nur für Licht, Kühlschrank oder Waschmaschine genutzt, sondern auch für Wärme, Warmwasser und perspektivisch das E-Auto. Dadurch steigt der Eigenverbrauch deiner PV-Anlage deutlich. Wie die technische Kopplung über SG Ready, Energiemanagement, Wärmespeicher und PV-Überschuss genau funktioniert, erklären wir ausführlich im Planville-Ratgeber: PV & Wärmepumpe für maximale Autarkie.

      Ein Wärmepumpenstromtarif kann zusätzlich helfen, die Betriebskosten zu senken. Ob er sich lohnt, hängt vom Netzbetreiber, Messkonzept, separatem Zähler, PV-Eigenverbrauch und tatsächlichem. Wärmepumpenstromverbrauch ab. Deshalb sollte die Tariffrage immer zusammen mit PV, Speicher, Wärmepumpe und Energiemanagement geplant werden – nicht isoliert.

      Konkrete Vorteile der Kombi

      Grüner Kreis mit Zahl 1-Symbol

      Eigenverbrauchsquote

      Ohne Speicher nutzen typische Einfamilienhäuser etwa 25–35 Prozent ihres PV‑Stroms selbst. Mit einer Wärmepumpe steigt dieser Anteil laut Studien und Praxisberichten meist auf etwa 40–60 Prozent; mit zusätzlichem Batteriespeicher und ggf. E‑Auto sind Eigenverbrauchsquoten von 50–70 Prozent erreichbar.

      Grüner Kreis mit Zahl 2-Symbol

      Stromkosten pro kWh

      Haushaltsstrom kostet 2025/26 im Schnitt rund 37–40 Cent pro kWh, während die Stromgestehungskosten einer gut geplanten PV‑Dachanlage meist nur bei etwa 6–13 Cent pro kWh liegen. Jeder selbst verbrauchte PV‑kWh ersetzt damit teuren Netzstrom und spart pro kWh häufig 20–30 Cent.

      Grüner Kreis mit Zahl 3-Symbol

      CO₂‑Bilanz

      Jede Kilowattstunde Solarstrom ersetzt im aktuellen deutschen Strommix etwa 0,6–0,7 kg CO₂‑Äquivalente, sodass eine 10‑kWp‑Anlage je nach Standort mehrere Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen kann. In Kombination mit einer Wärmepumpe, die eine Gas‑ oder Ölheizung ersetzt, sind CO₂‑Einsparungen im Bereich von 4–8 Tonnen pro Jahr und Haushalt realistisch, abhängig vom bisherigen Verbrauch.

      Grüner Kreis mit Zahl 4-Symbol

      Förderung

      Wärmepumpen werden im Rahmen der BEG von der KfW mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten gefördert, während du für viele PV‑Anlagen bis 30 kWp 0 Prozent Umsatzsteuer zahlst – beide Programme lassen sich kombinieren.

      Grüner Kreis mit Zahl 5-Symbol

      Wertsteigerung

      Studien und Marktbeobachtungen zeigen, dass energetisch modernisierte Immobilien tendenziell höhere Verkaufspreise erzielen als vergleichbare unsanierte Objekte, insbesondere wenn sie niedrige Betriebskosten und moderne Energiekonzepte vorweisen.

      Grüner Kreis mit Zahl 6-Symbol

      Zukunftssicher

      Eine PV‑Wärmepumpen‑Kombi ist ideal vorbereitet für die Integration einer Wallbox, eines E‑Autos und perspektivisch auch für bidirektionales Laden (Vehicle‑to‑Home), das die eigene Stromnutzung weiter flexibilisieren kann.[

      Selbst-Check: Lohnt sich die Kombi in deiner Situation?

      Nicht jedes Haus ist sofort ready. Beantworte diese sieben Fragen ehrlich – je mehr „Ja”, desto besser eignet sich deine Immobilie:

      • Mein Dach ist überwiegend Süd, Süd-Ost oder Süd-West ausgerichtet und größtenteils unverschattet.
      • Meine Heizung ist älter als 15 Jahre oder ich plane innerhalb der nächsten 2 Jahre einen Heizungstausch.
      • Ich habe entweder eine Fußbodenheizung oder ausreichend große Heizkörper (bzw. bin bereit, vereinzelt nachzurüsten).
      • Mein Haus hat einen vertretbaren Dämmstandard – zumindest modernisierte Fenster oder eine gedämmte oberste Geschossdecke.
      • Ich plane, die nächsten 10+ Jahre in diesem Haus zu bleiben – oder es mit Wertsteigerung zu verkaufen.
      • Ich habe am Haus einen geeigneten Aufstellort mit ausreichend Abstand zur Nachbargrenze (für den Schallbereich).
      • Ich kann den Eigenanteil (typisch 22.000–32.000 € nach Förderung) finanzieren – ggf. über KfW-Kredit.

      (6 oder 7 Punkte: Sehr gute Voraussetzungen – ein konkretes Angebot ist der nächste Schritt. 4–5 Punkte: Grundsätzlich sinnvoll; einzelne Vorarbeiten (z. B. Heizkörper, Dämmung) sollten mit eingeplant werden. ≤ 3 Punkte: Erst gezielte Sanierungsschritte oder ein anderer Zeitpunkt können sinnvoller sein – siehe nächster Abschnitt.)

      Neugierig, wie viel du in deinem Haus sparen könntest?

      Mit dem kostenlosen Planville-Kostencheck bekommst du in wenigen Minuten eine erste Einschätzung — ohne Verpflichtung, ohne Verkaufsgespräch.

      Lohnt sich das in deiner Region?

      Ob sich eine PV‑Wärmepumpen‑Kombination für dich rechnet, hängt nicht nur von deinem Gebäude ab, sondern auch von regionalen Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Netzbetreiber, lokalen Förderprogrammen und Landesvorgaben.

      Regionale Einordnung: Warum Nordbaden besonders spannend ist

      Ob sich Photovoltaik und Wärmepumpe für dein Haus lohnen, hängt nicht nur von Technik und Förderung ab. Auch die Region spielt eine Rolle: Sonneneinstrahlung, Dachformen, Netzbetreiber, lokale Vorgaben und die typischen Heizlasten im Winter beeinflussen das Ergebnis.

      In Nordbaden – besonders rund um Bruchsal, Stutensee, Bad Schönborn, Waghäusel und die Rheinebene – treffen häufig gute PV-Bedingungen auf viele Einfamilienhäuser mit Sanierungs- oder Heizungstauschbedarf. Genau deshalb ist die Kombination aus PV, Speicher und Wärmepumpe hier oft besonders interessant. Wichtig ist aber: Gute regionale Voraussetzungen ersetzen keine Planung. Entscheidend bleiben Dachausrichtung, Verschattung, Heizkörper, Dämmstandard, Netzanschluss und dein Verbrauchsprofil. Wenn du regional tiefer einsteigen möchtest, findest du hier passende Informationen:

      NRW: Solarpflicht macht die Kombi 2026 zur Pflichtaufgabe

      In Nordrhein‑Westfalen gilt seit dem 1. Januar 2026 eine Solarpflicht für Bestandsgebäude, wenn das Dach umfassend erneuert wird; mindestens 30 Prozent der geeigneten Nettodachfläche müssen dann mit Solartechnik belegt werden oder es sind definierte Mindestleistungen einzuhalten.
      Bei Verstößen sind Bußgelder möglich, die je nach Gebäudetyp bis zu 5.000 Euro bei Ein‑ und Zweifamilienhäusern und bis zu 25.000 Euro bei Mehrfamilienhäusern erreichen können.

      Parallel dazu gibt es in NRW zusätzliche Förderprogramme für PV auf Mehrfamilienhäusern mit Zuschüssen von bis zu etwa 30 Prozent der Investitionskosten, was die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert.
      Für Hauseigentümer in Städten wie Düsseldorf, Köln oder Aachen lohnt es sich daher, anstehende Dachsanierungen direkt mit einer PV‑Anlage, einer Wärmepumpe und gegebenenfalls einem Gründach zu kombinieren, zumal einige Kommunen sogenannte Biosolar‑Dächer zusätzlich fördern.

      FAQ

      Wie teuer ist die Kombination aus PV und Wärmepumpe wirklich?

      Für ein typisches Einfamilienhaus liegst du 2026 mit einer 10‑kWp‑PV‑Anlage inklusive Montage und einem 6–10‑kWh‑Speicher meist bei rund 17.000–24.000 Euro, abhängig von Dach, Komponenten und Anbieter.
      Eine Luft‑Wasser‑Wärmepumpe inklusive Installation kostet häufig etwa 20.000–40.000 Euro, sodass sich die Gesamtinvestition typischerweise im Bereich von etwa 37.000–56.000 Euro bewegt.

      Nach KfW‑Heizungsförderung mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten für die Wärmepumpe und dem Nullsteuersatz für die PV‑Anlage bleiben in vielen Fällen effektive Eigenkosten im Bereich von etwa 22.000–32.000 Euro.
      Pro Jahr sind – abhängig von deinem bisherigen Verbrauch und den gewählten Systemen – Einsparungen von grob 1.500–3.000 Euro gegenüber einer Kombination aus Gasheizung und Netzstrom realistisch.

      Welche Förderungen kann ich 2026 beanspruchen?

      Für die Wärmepumpe gibt es die BEG‑Heizungsförderung der KfW (z.B. Programm 458) mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten, die sich aus Grundförderung, Klimabonus und Effizienzbonus zusammensetzen.
      Die PV‑Anlage ist bis 30 kWp auf Wohngebäuden in vielen Fällen von der Umsatzsteuer befreit, und in einigen Bundesländern sowie Kommunen existieren zusätzliche Zuschüsse – in NRW etwa Programme für Mehrfamilienhäuser mit Förderquoten bis rund 30 Prozent.

      Wie groß muss meine PV‑Anlage sein, wenn ich eine Wärmepumpe habe?

      Eine gängige Faustregel lautet: Pro kW Heizlast deines Hauses solltest du etwa 2 kWp PV‑Leistung einplanen, zusätzlich zu deinem normalen Haushaltsstromverbrauch.
      Ein typisches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe kommt so häufig auf eine wirtschaftlich sinnvolle Anlagengröße von etwa 10–12 kWp, idealerweise ergänzt durch einen Speicher mit 6–10 kWh, um den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen.

      Funktioniert eine Wärmepumpe auch im unsanierten Altbau?

      Ja, aber nicht pauschal. Viele Bestandsgebäude eignen sich für eine Wärmepumpe, wenn die benötigte Vorlauftemperatur niedrig genug ist – idealerweise im Bereich von 30–50 °C, in vielen Praxisfällen auch bis etwa 55 °C. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Anlage.

      Vorlauftemperaturen um 70 °C sind eher ein Thema für spezielle Hochtemperatur-Wärmepumpen oder einzelne Grenzfälle und sollten nicht als Standardannahme geplant werden. Entscheidend sind Heizlast, Heizkörpergröße, Dämmstandard, hydraulischer Abgleich und die Frage, ob einzelne Heizkörper nachgerüstet werden sollten. Ein kurzer Fachcheck zeigt, ob dein Haus bereits wärmepumpentauglich ist oder ob kleine Vorarbeiten sinnvoll sind.

      Lohnt sich Photovoltaik noch, wenn die Einspeisevergütung sinkt?

      Ja – aber mit klarem Fokus auf Eigenverbrauch, denn der Wert des selbst genutzten Solarstroms liegt mit 37–40 Cent pro kWh Haushaltsstrompreis deutlich über der Einspeisevergütung von aktuell grob 7–9 Cent pro kWh.
      Gerade in Kombination mit Wärmepumpe, Speicher und E‑Auto‑Ladestation steigt die Wirtschaftlichkeit, weil ein größerer Teil der PV‑Erzeugung direkt im eigenen Haus genutzt wird.

      Wie lange dauert die Amortisation?

      Bei der Kombination aus PV, Speicher und Wärmepumpe liegen die Amortisationszeiten bei heutigen Energiepreisen und Förderbedingungen häufig zwischen etwa 9 und 12 Jahren, wenn die Anlagen gut auf das Gebäude und das Nutzungsprofil abgestimmt sind.
      Steigen die Preise für Gas, Öl und CO₂ schneller als erwartet, verkürzt sich dieser Zeitraum weiter, während stark sinkende Strompreise oder auslaufende Förderprogramme die Amortisation verlängern können.

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